Buy CD from Rune Grammofon

For their third album Mats Gustafsson, Johan Berthling and Andreas Werliin teamed up with Oren Ambarchi, a true explorer of the guitar, “re-routing the instrument into a zone of alien abstraction where it’s no longer easily identifiable as itself” as The Wire once wrote. As with Jim O’Rourke on the previous album this is not a mere guest appearance, Ambarchi is fully intergrated as a member making this a glorious monster of a record. With their heavy, hypnotic, psychedelic rock’n’jazz explorations they have carved out a monumental and different sound than any of the projects they are normally associated with.

Note: The OOP double vinyl edition included a 23 minute track not available on the CD edition which includes an 8 minute track not on the vinyl edition. 

Released 11.05.12

reviews

Naturally, his hook-up with Norwegian outfit Fire! is of a different stripe to either of those releases, being a jazz rock blowout of epic proportions. “In The Mouth – A Hand” is a fierce old mess indeed. Of the session´s four tracks, “And The Stories Will Flood Your Satisfaction (With Terror)” is the killer, building inexorably from dogged rhythmic repetition to drawn-out implotions, maintaining intensity even as it twists itself out of shape. Even with Ambarchi´s sheet-metal skree, Gustafsson om biting form and drummer Andreas Werlin kicking seven shades out of his kit, bassist Johan Berthling emerges as the ensemble´s star player, bobbing and weaving his way through the tracks with a dexterity bordering on the superhuman.
The Wire (UK)

Over four monolithic drone workouts, Ambarchi wrestles furious chord clusters and explosive retches from his strings, at times approaching Keiji Haino at his most insularly demented. Johan Berthling on bass and Andreas Werliin on drums are the perfect rhythm section as foil to Ambarchi, setting up metronomic patterns which underlay his free-forming. Mats Gustafsson is curiously restrained, limiting his ecstatic sax blurting to the first two pieces here, after which he skilfully adds washes of organ and electronics to the densely layered mix. Not for the faint-hearted or sore of head, this is a spectacular volley of jazz-infused rock noise.
Rock-a-Rolla (UK)

Let me wager that this elemental LP from free-rock trio Fire! was recorded at CERN, the world´s largest physics lab, with Australian musician Oren Ambarchi plugging his guitar straight into the Large Hadron Collider. It´s as if he´s  converting a stream of radioactive energy into a gushing mass of distortion and feedback, egged on by biker-gang physicists equipped with superconductors for drums. Out of this deranged experiment a new life-form is born, expelling its first lungful in a hideous retching howl which tears through the speaker cone like an Alien chest-burster. Or perhaps that´s just Nats Gustafsson´s imperious sax. Either way, this is heavier thatn the Higgs Boson, and just as awe-inspiring.
The List (UK)

This album sees Oren Ambarchi joining forces with Norwegian experimental supergroup Fire! on a challenging but rewarding release. The tracks are long and there´s a wall of shifting noise as Ambarchi´s splinters of guitar and electronics repel and meld with Mats Gustafsson´s trademark bursts of muscular, shrieking saxophone. However, the stars of the show are the rhythm section, particularly when drummer Andreas Werliin locks into Krautrock groove, which in turn are probed and pressured by Johan Berthling´s fluid bass lines. An intense and occasionally transcending piece of work. 4/5.
Narc (UK)

Laut muss man das hören, idealerweise sehr laut. Der Schwede Mats Gustafsson geht konsequent und immer schlüssiger seinen Weg, auf dem er Free Jazz mit Punk und Industrial fusioniert und so seinen kraftvoll berserkernden Saxofonexplosionen das Hermetische nimmt. Anders als bei seinem parallel geführten Trio The Thing dominieren bei fire! Insistierend repetitive Muster von Drums und E-Bass über die er mit Fender Rhodes, Orgel und Liveelektronik hypnotisch psychedelische Drones legt als satte Klangflächen. Ein weiteres Mal hat er sich zur Geschmacksverstärkung einen Vierten eingeladen: den Australier Oren Ambarchi, der in solchem Kontext nachdrücklich beweist, dass aktuell nicht nur der Norweger Stian Westerhus die Gitarre neu definiert.
Leipziger Volkszeitung (DE)

Mats Gustafsson gefällt es, seine Trios mit einem vierten Mann zu akzentuieren: The AALY Trio w/K. Vandermark, The Thing w/Joe McPhee …K. Vandermark …Otomo Yoshihide …Jim O’Rourke …Barry Guy. Auch Fire!, der Verbund mit Johan Berthling am E-Bass und Andreas Werlin an den Drums, bekam schon durch O’Rourke ein eigenes Gepräge. Und nun bringt Ambarchi mit seiner Gitarre neue Nuancen in die feurigen Klangstürme, die Gustafsson neben dem Tenorsax auch noch mit Fender Rhodes und Orgel anheizt. Der Titel erinnert an die Szene in Lynchs Wild at Heart, wo sich ein Hund die abgerissene Hand eines Verletzten schnappt. Kapitel wie ‘and the stories will flood your satisfaction (with terror)’ und ‘i am sucking for a bruise’ unterstreichen die Hard-boiled-Attitüde, mit der die Vier zu Werke gehn. Ambarchis Toughness steht seit den Zeiten mit Sunn O))) außer Zweifel. Die braucht es aber auch, um nicht umgeblasen zu werden, wenn Gustafsson Feuer spuckt. Der Gänsehaut machende große wilde TON ist aber nicht das einzige Eisen im Fire!-Feuer. Der zweite 20-Minüter hält sich durch geduldige Repetitionen lange zurück, bevor das Tenorsax zu heulen beginnt und auch das ganz im Hintergrund, wie verdrängt und unterdrückt, während im Vordergrund gnadenlose Wiederholung und Stagnation herrschen. Gustafssons Schreien, das in Gesang ausbricht und doch Schreien bleibt, wirkt durch Soundschichten halb erstickt. Ein knurriger Halteton lastet minutenlang auf der Szene und lässt sich auch durch wildes Bassgefinger und Drumming nicht vertreiben. Erst erneut aufflackerndes Heulen und schillernde Orgelbreitseiten verschieben das Gewicht, tauchen Alles in leuchtende Intensität, in brodelnde Magma, deren Fluss nur allmählich ausdünnt und erstarrt. Für den dritten 20-Minüter geben Bass und Beckentickling ein hohes Tempo vor, die Orgel hält sich träumerisch zurück, die Gitarre lange Zeit ganz bedeckt, bevor sie als helles Jaulen den Orgelsound säumt, sich allmählich flackernd mit ihm mischt. Der Groove bleibt derweil leichtfüßig mobil, als wäre der Sound, der da geschleppt wird, keine Last, sondern Beute, die schnellstens weggeschafft werden soll. Der finale Knutschfleck, selber gesaugt, ist nur noch ein träges, elektronisch umsponnenes Verhallen von Bassgeknurr, bei dem Werlin die letzten zwei Akzente setzt. Das Saxophon ist dann schon seit einer halben Stunde verstummt.
Bad Alchemy (DE)

Nachdem auf dem vorherigen Album des Impro-Experimental-Psychjazznoise-whatever-Trios Jim O‘Rourke eingespannt wurde, haben sich die drei für dieses Werk den einst am Schlagzeug gestarteten, Free Jazz-erprobten Experimental-gitarristen Oren Ambarchi ins Studio geholt – Merzbow, John Zorn, Sunn o))), ja, auch O‘Rourke sind nur wenige der zahlreichen Kollaborationspartner, mit denen der Freigeist gelärmt hat. Während Johan Berthling abgedrehte Basslinien in die Erde schraubt, Andreas Werliin manchmal fast Roy Ayers-artig wilde Drumpatterns durch die Gegend peitscht und Mats Gustafsson Elektro-, Fender Rhodes-, Orgel- und Saxophon-Irrsinnigkeiten erschallen lässt, legt Ambarchi mit seiner Gitarre eigenwillige, krachige, experimentelle Soundteppiche unter die lose strukturierten vier Songs, von denen drei um die zwanzig Minuten Spielzeit aufweisen. Oftmals erkennt man nur mit viel Phantasie das Ausgangs-instrument, und gerade hierin liegt der Reiz des Ganzen: ‚Was zum Henker treiben die da eigentlich?‘ – Spannend bleibt die Scheibe zudem auch deshalb, weil stets der akustische Exzess lauert und dem Hörer Stirnrunzeln und Grinsen ins Gesicht meißelt, sodas man beinahe an einem Jack Nicholson Lookalike-Contest teilnehmen könnte, wenn man regelmäßig Fire!werke auflegt. Oh. Wie passend: Ein kreatives Fire!werk. Die CD- und die LP-Version unterscheiden sich übrigens hinsichtlich des vierten Songs voneinander. Auf der (mir vorliegenden) CD ist der Song‚ I Am Sucking For A Bruise‘ enthalten, auf der LP hingegen‚ Possibly She Was One, Or Had Been One Before‘.
Noisy-Neighbours (DE)

Leise erwacht die Musik, schwillt an, wird ein Strom aus wüsten Saxkaskaden, Bassgeraune, aufsteigenden Gitarrenflächen und Schlagzeugarchitekturen. Der Kern von Fire! ist ein schwedisches Trio um den energetischen Saxofon-Wildbolz Mats Gustaffson mit dem Powerbassisten Johan Berthling (Tape) und dem Youngster Andreas Werliin (Wildbirds & Peacedrums). Nach dem letztjährigen Album mit Jim O´Rourke sind Fire! bereits wieder am Brennen, diesmal mit dem Gitarristen Oren Ambarchi. Vier lange Stücke, davon die zwei letzten von einer vergleichsweise ruhigen Aura, lassen die Assoziationen schwelen. Es herrscht ein dunkler Puls in diesem Soundsog, der eine psychedelische Noise-Note entwickelt, hypnotisch einhakt und mit den sirrenden Abstraktionen von Ambarchis Gitarrentechniken fremde Soundlandschaften entdeckt. Gustaffson bläst sich die Seele aus dem Horn und bleibt stets klar erkennbar, während die anderen Instrumente oft in eine Klangmolasse eingehen, die sich mit Furor weiter schiebt und selbst in den weit schweifenden und lauten Soundwällen noch Dynamiken zündet. Aber das Ohr kann sich zunehmend in den Sound hineinöffnen und immer mehr Feinheiten wahrnehmen. Terror und Zerstörung liegen in der Luft, aber auch eine Erhabenheit, die nichts mit der Lust am Untergang zu tun hat, sondern vielmehr ein Brennglas ist, das bündelt, was an Emotionen noch übrig geblieben ist. Geballte Pracht. 4/5.
Jazz`N`More (DE)

Die Zartheit ihrer Landsleute von Ballrog geht den Berserkern von Fire! um Saxofonist Mats Gustafssonab. Die psychedelischen Jazzrocker mit Freejazz-Einschlag haben sich dieses Mal den Gitarristen Oren Ambarchi als Verstärkung geholt. Der Australier hat schon mit John Zorn, Sunn 0))), Jim O’Rourke, Merzbow oder Evan Parker gespielt – da geht in Sachen Krach also einiges. Schließlich heißt das Album auch „In the Mouth – a Hand“. Das ist doch eine recht anschauliche Umschreibung für “Voll in die Fresse”.
Choices (DE)

Nicht nur für sein Kraftkammerjazztrio The Thing lädt Mats Gustafsson gern sich illustre Gäste ein, Otomo Yoshihide etwa oder Jim O’Rourke oder – siehe weiter unten – Neneh Cherry. Auch sein Fire!-Dreier begrüßt hiermit einen geladenen Musikanten, nämlich keinen geringeren als jenen Oren Ambarchi, der schon einmal für Keiji Haino (und O’Rourke) die Trommeln drischt, solo Elektrolysen betreibt und hier an den Saiten der Guitarre zupft und zerrt und sie durch Effektgeräte katapultiert. Die Coltrane’sche Kunstform der hymnischen Ekstase kultiviert das erweiterte Ensemble auf dem ersten Stück seiner zweiten Platte, „A man who might have been screaming“. Ein sprechender Titel, für den sich Gustafsson, wie für die anderen auch, vom Literaten Robert Creeley die nötigen Inspirationen besorgte. Track #2, „And the stories will flood your satisfaction“, drängt an Fender Rhodes, Bass und Drums unwiderstehlich nach vorne, Tenorsax und Gitarre stimmen lauthals ein, ein freundliches Gemetzel kann gut vorbereitet stattfinden. Das dritte Stück, „He wants to sleep in a dream“, zeigt – wie in sämtlichen hier versammelten Stücken – den Bassisten Johan Berthling als versierten Antreiber hinter den Kulissen, während vorne Electronics und flächig angelegte Stromrudersounds den Ton angeben. Nummer vier variiert zwischen den Tonträgerinnen, je nachdem, für welche man sich entschieden hat. So entzieht sich „Possibly she was one, or had been one before“ als Bezieher einer (Promo-)CD meiner Kenntnis, dafür entgeht den Plattenspielerinnen „I am sucking for a bruise“. Erstmals ohne die Zuschaltung einer Antriebswelle beschwören Gustafsson, Berthling, Werliin & Ambarchi parapsychedelische Sphären herauf. Spooky, aber um nichts weniger intensiv als die kraftstrotzenden Nummern davor. Diese zweite Fire!-Platte brodelt geradezu vor instrumentalem und energetischem Reichtum, und lebt doch, nimmt man ihren Titel für bare Münze, von der Hand in den Mund. Und sie lebt prächtig!
Freistil (AT)

Det er en brutal kamp om frekvensene vi får høre, og mens fuzzeffektene spruter, overtonene hyler og cymbalene vasker over lydkolossen, skrur jeg ubegripelig nok volumet videre opp for å høre mer, mer, mer! Det er en fascinerende grøt av kontrollert, improvisert kaos, som med sin enkle, nærmest selvfølgelig formoppbygninger både er paralyserende og engasjerende på samme tid. Saksofonen og gitaren jages på vill flukt av trommer og bass i en paranormal dronepsykedelia, vi får tre spor på mellom 18 og 23 minutter, før det hele ender i et nærmest apokalyptisk kjølvann, hvor lydstillasene elegant kolliderer med hverandre i sakte film. “In The Mouth – A Hand” er et eksempel på nok en vellykket koalisjon for Fire!-trioen – som ser ut til å ha funnet en suksess-oppskrift i å vinne inspirasjon og energi fra gode samarbeids-partnere. 5/6.
Bergens Tidende (NO)

Det ber sitt namn med rette, bandet som heiter Fire! og kan setje kva forsamling som helst i brann med den rå krafta i musikken. Mats Gustafsson vann i fjor Nordisk Råds Musikkpris og er både saksofonist, råkøyrar med live elektronika, og spelar fender rhodes, John Bertlinger er handfast bassist, Andreas Werlin på trommer, og på det tredje albumet etter «Unreleased» og «You Liked Me Five Minutes Ago» har dei gitaristen Oren Ambarchi med på «In The Mouth – A Hand». Han er av australsk opphav med ei sterk merittliste. Titlane på dei fire spora kan du også lese som vers, «A Man Who Might Have Been Screaming/ And The Stories Will Flood Your Satisfaction/ He Wants To Sleep A Dream/ A Am Sucking For A Bruise». Det er dei fire linene på cd-versjonen, «Possibly She Was One, Or Had Been Before» er nytt fjerde spor på vinylen, og det er full gass heile vegen. Fire!
Dagsavisen (NO)

Fire! are developing at a rapid speed and their exhilirating gig at Oslo Jazz Festival in August simply left the audience gobsmacked. This 10″ EP contains more music from their fruitful collaboration with Jim O’Rourke in Tokyo in September 2010, some of which was released earlier this year as ‘Unreleased?’. Here are two top tracks showing the wide musical spectrum they cover.

Vinyl only release in a numbered, limited edition of only 500. Sold out.

Released 09.11.11

 

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For Fire’s second album, the trio teamed up with the legendary Jim O’Rourke for a stunning slice of hypnotic jazz psychedelia and sonic mayhem of the subtle sort. Recorded in Tokyo September 2010, ”Unreleased?” boasts four tracks, three of them between 9 and 18 minutes long, giving ample time for those evolving, warm grooves to settle or work their way towards epic conclusions.

Mats Gustafsson — Saxophone, Fender Rhodes, Electronics
Johan Berthling — Electric Bass
Andreas Werliin — Drums
Jim O’Rourke — Electric Guitar, Synthesizer

Released 20.05.11

Reviews

This one documents a live show in Japan last year with the expatriate O´Rourke guesting. And it´s a monster. The four instrumental tracks have Andreas Werlin´s drums mixed way up front, and he manages to set a different tone for each of the slowly evolving pieces. There´s a motorik track, one where the cymbal splashes push everything sideways as nimbly as Sunny Murray, and a couple that make me think of the great drummers of France´s Zeuhl tradition. Indeed, a lot of the album´s textures – synth, organ, electric bass, harmonica, Fender Rhodes – have a commonality with the best Zeuhl free rock explositions. But there´s non of that genre´s tendency towards fusionesque tinkling, and Gustafsson´s incredible baritone sax is a large presence throughout… For what was presumably an ad hoc performance, these guys construct an amazing set of music, making “Unreleased?” a premiere example of collaborative instant composition at the highest level. And a stone gas to hear.
Wire (UK)

… this second album sees them joined by experimental gadabout and former Sonic Youth member Jim O´Rourke, who applies a layer of raw – yet surprisingly subtle – electronics and feedback to their basic template of groove-based rhythmic improvisations. Generally speaking, these are slow-building, lumbering jams built on repetition and mounting tension: the kind of rock-minimalism that recalls the loping, psychedelicised excursions of Sunburned Hand Of Man as much as it does Faust´s caveman jams with Tony Conrad on “Outside The Dream Syndicate”. Over this, Gustafsson´s baritone honk – played with a wide Ayler-ish vibrato – works as an intensifier rather than a melodic voice, pouring out long, braying notes that ratchet up the sense of menace like a blood-curdling howl on a moonlit night.
Jazzwise (UK)

A dynamic convergence of jazz, rock and noise currents that harnesses a similar locomotive rumble to that once driven by Last Exit and London´s own avant-jamming primitives, God. Anchored for the most part by a steady bedrock beat that leaves each piece wide open for some rowdy improv action, while Johan Berthling and Andreas Werliin lock into a bass´n´drums groove both Mats Gustafsson and O´Rourke let rip with saxophone, guitar, keyboards and electronics.
Rock-a-Rolla (UK)

For album two, the Swedish avant trio acquire guitar, synth and harmonica textures courtesy of Gastr del Sol/Sonic Youth veteran O´Rourke. Their lowering rumble traces an elliptical path through jazz-not-jazz and concrete psych, with baritone saxophonist Mats Gustafsson the session´s power-lunged epicentre.
Mojo (UK)

Fire! is a newer, more rock-oriented project, but on its second album, Unreleased?, the material is all improvised within the heavy, head-nodding grooves meted out by bassist Johan Berthling (a member of Tape and the Sten Sandell Trio) and drummer Andreas Werliin (of Wildbirds & Peacedrums and Dan Berglund’s Tonbruket). O’Rourke works hard to fit in, listen and deepen the action, whether that means shaping pulsing low-end figures beneath Gustafsson’s cranky, slow-moving baritone lines at the start of “Are You Both Still Unreleased?” or dropping shadowy, acidic post-psychedelic figures as the piece grows more turbulent. Most of the tracks feature Gustafsson and O’Rourke shifting instruments and textures, a freewheeling, openended series of jams that maintain a rigorous control without sounding stiff or stunted. Both albums are concerned with abstract sound colliding with aggressive rhythm, and both bands find ever-changing ways to make the approach sound fresh.
Downbeat (US)

Sounding more like the work of a heavily Kraut-inspired ensemble more than anything else, opening pieces “Are You Both Still Unreleased?” and “…Please, I Am Released” give Berthling and Werliin ample room to set up shop, supplying driving, repetitive rhythms that create a hypnotic backdrop over which Gustafsson and O’Rourke battle it out, the former blasting lines from his horn while the latter conjures tense drones that weave throughout. And while the closing “Happy Ending Borrowing Yours” takes a different approach with its tense opening salvos, it still resolves neatly into a deceptively simple rhythm, leaving enough space for Gustafsson and O’Rourke to dance around each other as the track gradually fades. A great, unassuming record, Unreleased shows its players in undeniably fine form all throughout.
Other Music (US)

Lurking in the no man’s land of Krautrock and free jazz this first time collaboration between experimental Swedish jazz three piece Fire! and tireless audio adventurer Jim O’Rourke (Gastr Del Sol, Sonic Youth) makes for uncompromising though ultimately highly rewarding listening. Comprising four cryptically titled tracks (ponder the possible significance of the following if you will – ‘Are You Both Still Unreleased?’, ‘…Please, I Am Released’ and ‘By Whom And Why Am I Previously Released?’) whose playing time stretches from a little over three minutes to a mammoth 17 minutes, the album was recorded over two clearly eventful days in Tokyo in September 2010. With the exception of the considerably briefer and rather more impressionistic third track these recordings are characterised by the gradual and sustained building of power and tension thanks to the winning combination of sluggish grooves, an appetite for psych-drenched turmoil and a near relentless cacophony of primal saxophonitis.
Shindig (UK)

The Swedish free-jazz saxophonist Mats Gustafsson`s Fire! trio came to Tokyo and invited him (Jim O´Rourke) to plug in his guitar. Low bellyache blowing, goth-rock electric bass throb and unexpectedly martial Zeppelin-style drum thwacks menace throughout, while O´Rourke terraforms plateaus of feedback into the inhospitable terrain of four improvisations.
Sunday Times (UK)

Jim O´Rourke joins the Swedish psychedelic jazz trio Fire! for “Unreleased?” featuring a noisy onslaught of cacophonous jazz combined with O´Rourke´s gadgery. Within the mix, the label has taken care to preserve both air and dynamics maintaining the character and emotion through the featured, organic instruments while the soundstage is utilised to the full.
Record Collector (UK)

Der Ausflug nach Tokio hat Fire! wirklich gut getan. Beim Debüt »You Liked Me Five Minutes Ago« (2009) fiel das norwegische Supertrio noch in seine Bestandteile auseinander: etwas The-Thing-Power, eine Prise Wildbirds-&-Peacedrums-Exzentrik und ein paar Tape-Experimente, die sich energetisch von hinten an alten Blues und Captain Beefheart heran- machten. Jetzt hat man Jim O’Rourke in seiner Wahlheimat aufgesucht – und der alte Kämpe, um den es nach seinem Ausstieg bei Sonic Youth und der Um- siedlung nach Tokio etwas still geworden war, ist hier als Musiker und Produzent mit von der Partie. Großartig das Beharren der Rhythmusgruppe, bestehend Johan Berthling (Bass) und Andreas Werlin (Schlagzeug), wenn Gustafsson seltener als gewohnt die One Man Army am Saxophon gibt, wenn O’Rourke den altmodischen Synthesizer oder die Mundharmonika auspackt oder die Gitarre traktiert. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: »Unreleased?« bietet eher Kraut-Rock-Abfahrten und Drones als Free Jazz. Wer noch The Gun Club in de-ren Coltrane-Phase live erlebt hat, dürfte sich hier sehr heimisch fühlen. Und die Idee mit dem »Unre- leased?« nimmt ja auch hübsch ironisch den gegenwärtigen Hang zur Nostalgie aufs Korn: Heutzutage wird ja wirklich alles auf die eine oder andere Weise (wieder-) veröffentlicht. Gleichwohl gab es tatsächlich Zeiten, da fragten erschöpfte, euphorisierte Zuhörer die Band nach dem Konzert: »Are you both still unreleased!?« – als Ausdruck eingestandener Komplizenschaft. Großes Album!
Pony (DE)

Unreleased? (RCD2111), im September 2010 in Tokyo eingespielt, gießt im Meeting von FIRE! WITH JIM O’ROURKE barrelweise Öl in eben dieses Feuer. Fire! ist das ‘andere’ Gustafsson-Trio neben The Thing, mit Johan Berthling am E-Bass und Andreas Werliin an den Drums, während Gustafsson selbst neben dem Baritonsaxophon noch Fender Rhodes einsetzt und Live Electronics für eine Feuermusik in vier Sätzen. Werliin beginnt mit einem repetitiven Drumloop, in den die anderen dröhnend einfallen, bis Gustafsson eine seiner himmelschreienden Hymnen anstimmt. O’Rourke verstärkt mit der Gitarre die Magmaglut und verbreitert die Feuerfront, die sich langsam, aber unaufhaltsam dahin frisst. Werliin öffnet sein monotones Pattern mit rasselndem Hi-Hat und Kreuzschlägen und lässt die Cymbals zischen bis zum kollektiven Verlöschen nach 11 ½ Minuten. Die zweite Szene startet mit einem schnelleren, hinkenden Beatmuster, das Werliin mit Cymbalschlägen akzentuiert. Moduliertes Gitarrenfeedback und schrillende Fenderregister malen einen giftig leuchtenden Horizont. Nach 4 ½ Minuten setzt röhrend das Bariton ein, Werliin klackt und tockt und zischt mit sturem Takt das wilde Brausen und Gustafssons GEHEUL voran, das inzwischen O’Rourke infiziert hat und, wie die Fackel eines furiosen Marathonläufers, eine Feuer­spur zieht. Nach einem kleinen Zwischenspiel aus perkussiven Klangklecksen, Baritongeblubber und Harmonika-schlieren von O’Rourke folgt mit dem infernalischen ‘Happy Ending Borrowing Yours’ ein dritter und letzter Höhepunkt. Die ersten 5 Minuten sind ein einziges kollektives Brausen auf breiter Front, mit Werliin als Vorhut. Dann beginnt das Fender zu fräsen zu trägem Bass-Dum-dum- Dum-dam und tickendem Hi-Hat, gefolgt von einer hintergründig rumorenden, abgedrehten Gitar­renimprovisation. In der 11. Minute setzt Gustafsson das Bariton an die Lippen, erst summend, dann mit einer Folge von Schreien, die einem einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagen. Der Klos im Hals schwillt an und man muss fast mitschreien, mit bebenden Herzfasern, die nun auch noch O’Rourkes Noise in Schwingung versetzt. Werliin schlägt nur noch mit einer laschen Hand, während Berthlings Dumdum die langsam abklingende Erschütterung in die Stille wegführt. So wie man selbst, blind und erschöpft, weggeführt werden muss.
Bad Alchemy (DE)

Die Idee hinter Fire!, sagt Mats Gustafsson, wenn man ihn danach fragt, ist es, seine eigene Energie, die bekanntlich nicht am Substandard dahinvegetiert, mit jener eines Jazzbassisten und der eines Rockdrummers zu koppeln bzw. kurzzuschließen. Das funktionierte schon beim Plattendebüt vor zwei Jahren glänzend (siehe Platten des Monats in freiStil #27). Für die Fortsetzung der damals begonnen Liaison greift man das Erfolgsrezept wieder auf und gewann zudem den gegenwärtig in Japan lebenden Tausendsassa Jim O’Rourke als Verstärker, was den Energieverschleiß der Band nicht gerade nach unten drückt. Die daraus generierte Groove mit dem Charme einer Lokomotive kann sich – hoffentlich bald einmal auch live! – hören lassen. Der maximo lider von Fire!, der auf „unreleased?“ ausschließlich ins Baritonsaxofon bläst, wenn er nicht gerade an Knöpfchen dreht oder am Synthesizer fuhrwerkt, behält über diesen gemischten Vierer zumeist die Kontrolle. Nur O’Rourke nimmt sich hin und wieder die Freiheit, aus dem Kraftwerk auszubrechen, um von draußen wieder neue Brennstäbe ins Spiel zu bringen. Fazit: „unreleased“ ist eine fabelhafte, weil unwiderstehlich vorwärts drängende Platte –  glücklicherweise sehr wohl released.
Freistil (AT)

Noch stärker als das Debüt von 2009 widmet sich „Unreleased?“ mit Tausendsassa Jim O’Rourke als Gastmusiker frei improvisierten Psychedelia-und Tranceexkursen. Andreas
Weerlin trommelt rollende, Krautrock-infizierte Patterns und steuert so die geduldig vorangetriebenen Verdichtungsprozesse, an deren Höhepunkten tatsächlich infernalische Gänsehaut-Lärm-Wogen aus den Lautsprechern branden. Genau so geht’s!
Falter (AT)

Das schwedische Trio “Fire!” hat sich zusammen mit dem amerikanischen Gitarristen Jim O´Rourke, einem Star der Indie-Szene zwischen kreativem Jazz und experimentellem Rock, im September 2010 in Tokio für zwei Tage ins Studio begeben. Es wurde stundenlang gejammt, danach das Aufgenommene ediert und die besten Passagen herausgefiltert. Als Ergebnis firmieren nun vier lange Stücke auf dem Album, die allesamt das Feeling der 1960er Jahre atmen – ausgiebige Jams über ostinaten Schlagzeug-Bass-Figuren à la “Cream”, “Greatful Dead” oder Miles Davis. Natürlich hören sich die Improvisationen heute anders an, Tonsprache und Ausdrucksmittel haben sich gewandelt, doch das Konzept ist verwandt. Soche Studiosessions können glücken oder auch nicht. In diesem Fall stimmte die “Chemie” unter den Musikern. Über groovenden Beats schaukeln sich expressive Soli hoch, verdichten sich zu spannungs-geladenen Interaktionen, die sich in mächtigen Crescendi entladen. Andreas Werliin beeindruckt durch sein melodisches Trommelspiel, das vielleicht nicht zufällig an Ginger Baker erinnert, während Mats Gustafsson auf dem Baritonsaxofon fantasievolle Linien bläst, die Jim O´Rourke in Wolken elektrischer bzw. elektronischer Sounds hüllt. Das sind Pluspunkte, die das Album hörenswert machen, aber dennoch nicht verbergen können, was bei solcherart Sessions meistens fehlt: ein scharfer Fokus und zugespitzte Ausrucksformen.
Neue Zeitschrift für Musik (DE)

…Neulich beim Naturbekifften Anhören von Unrelease?, von Fire! gemeinsam mit Jim O´Rourke eingespielt, wurde mir klar, dass diese Begegnung nicht nur in diversen, mitunter noch scheuen Aufeinandertreffen von Drone/Metal und experiementellen Musikern stattgefunden hat. Sie ist in verschiedenen Projekten der Chicagoer Free-Szene, zu der man ja auch FIRE! mindestens über ihr Mitglied Mats Gustafsson rechnen muss, immer wieder kultiviert worden: von The Thing bis zu Matana Roberts oder auch anderswo bei Sabir Mateen oder Matthew Shipp. Im Grunde ist die längst vollzogene Fusion von Funk und Depri der ansteigende, zentrale Groove der Gegenwart – Voraussetzung lebende Schlagzeuger.
SPEX (DE)

Treibendes Schlagzeug in gedämpftem Midtempo und eine repetitiv-hypnotische Basslinie eröffnen das erste Stück „Are You Both Still Unreleased?“, in dem sich fast ein Dutzend Minuten Effekte und ein knarzendes, später schreiendes, kreischendes Saxophon langsam in ekstatische Zustände steigern. Erst dann gesellt sich Jim O’Rourke (Synthesizer, Gitarre und Mundharmonika), den der Alternative-Fan von Sonic Youth und Gastr Del Sol kennen dürfte, mit fiesem Gitarrenlärm hinzu und so kann man bereits ahnen, dass das erst der Anfang des intensiven Austobens ist, zu welchem FIRE! ihren werten Gast eingeladen haben. Sowieso geht O‘Rourke um einiges exzessiver vor, als der aus Mats Gustafsson (Bariton-Saxophon, Elektronik, Rhodes Piano), Johan Berthling (E-Bass) und Andreas Werliin (Drums, Percussion) bestehende, exzellent aufspielende Bandkern – häufig geht er an die Grenze des Machbaren, oder überschreitet sie gar. Das fällt besonders dann auf, wenn man sich „…Please, I Am Released“ antut, denn in den ersten drei Vierteln halten sich die drei Herren deutlich zurück und steigen erst dann in das chaotische Treiben Jim’s mit ein. In „By Whom And Why Am I Previously Unreleased?“ zeigen FIRE! eher ihre perkussive Seite und fast ist dies das gewöhnlichste Stück, wäre da nicht O‘Rourke, der mit seiner Mundharmonika das Lied vom Tod herrlich respektlos pervertiert. Richtig abgedreht wird es dann allerdings beim Schlusstrack „Happy Ending Borrowing Yours“, denn die ersten sieben der siebzehneinhalb Minuten gleichen eher einer Feedbackcollage, bis mit dem Schlagzeug endlich etwas Struktur und Rhythmus Einzug nimmt und etwas Ruhe ins Spiel kommt. Doch dann plärrt Gustafssons’ Saxophon wie eine Kreuzung aus geschlachtetem Schwein und Furzkissen drauf los und so wird ein zerebrales Beben eingeleitet, das den gesamten Kopfinhalt durcheinander schüttelt und nur langsam wieder abklingt. Puh.
Noisy Neighbours (DE)

…Mit bekennendem Spaß trägt er Grenzzäune zwischen den Genres ab. Dazu lässt er die Muskeln spielen, wenn er mit suggestivem Groovefaktor in seinem Trio Fire! vor Drummer Andreas Werliin und Johan Berthling am Bass seinem röhrenden Baritonsaxofon majestätisch die Zügel gibt. Ist das zu stark, ist der Hörer zu schwach. Ins Unübersichtliche lässt er es deswegen noch lange nicht wuchern. Bei aller Wildheit bleibt die Musik extrem kontrolliert. Bei allem harschen Gestus ist die Diszipliniertheit des Mannschaftsspiels unüberhörbar. Auf dieser zweiten, erneut enorm kraftvollen und doch klug strukturierten CD hat sich das Trio für seine mächtigen Klangorgien mit Gitarrist, Noise-Aktivist und Sonic Youth-Ex-Mitglied Jim O’Rourke einen idealen Vierten an Bord geholt, der den Suchtfaktor dieser Musik noch steigert. Diese Klänge rennen intensiv Türen ein, von denen man nur geglaubt hatte, sie seien offen…
Thüringische Landeszeitung (DE) 

De lange oppbyggingene som aldri ser ut til å slutte, med trommer og bass statisk messende i bunn og med stadig tiltagende gitar og barisax-fresing på toppen er som skapt til å fengsle ved unaturlig høye lydnivåer. På stereoen hjemme er det derimot andre nyanser som kommer frem. Det veldige energikjøret er der fortsatt, men nå kan man faktisk høre hva i huleste som foregår også. Slik blir dette en plate som virkelig vokser ved hver gjennomlytting, og som avslører nye lag av detaljer skjult under veggen av fuzz, repeterende riff og hylende saksofon.
Jazznytt (NO)

 

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Mats Gustafsson — Saxophones, Fender Rhodes
Johan Berthling — Bass, Electric Guitar and Hammond Organ
Andreas Werliin — Drums

CD comes with a 16 page full colour booklet assembled and designed by Kim Hiorthøy. Vinyl edition comes in extra thick 350g reverse board sleeve with MP3s.

Released 10.08.09

Reviews

More improvised composition and seriously front-line experimental progressive (no-wave?) jazz. This flows in a rather satisfying way, four long pieces that are a little easier on the ear than most things Mats Gustafsson involves himself in. Still challenging, still on the hard-boiled creative side of improvised freeform jazz, there’s a pleasing solidness to this, a warm satisfying glow… mellow noise? Hard-boiled noise with a slight hypnotic psychedelic undercurrent, something for those times when you don’t want those Flying Luttenbachers coming at your head but you still want some improvised challenge and some serious progressive jazz-art. As good as everything Mr Gustafsson is involved in or indeed anything the always excellent Rune Grammofon people put out.
Organ (UK)

“If I Took Your Hand” is a rolling groove with a deep double-bass hook that feels like a post-Trip-Hop update of Alice Coltrane´s trance-jazz. “But Sometimes I Can” starts off with a smouldering rumble reminiscent of Cinematic Orchestra before they went off the boil – and then builds to a Krautrock autobahn-burner with pulsing bass and motorick drums.
Jazzwise (UK)

Scandanavian saxophonist Mats Gustafsson gets into all sorts of cross-genre shenanigans (see: his Don Cherry tribute/“garage jazz” trio the Thing) and new project Fire! pushes into ever more mysterious realms. Featuring bassist Johan Berthling doubling up on keyboards and guitar and Andreas Werliin on drums, the trio essays fuzzy, dragged-out drone psych, for lack of a better term, highlighted by Gustafsson’s side-2-of-Funhouse blowing. The 13-minute “Can I Hold You For A Minute” epic has every bit as much in common with Spaceman 3 as Sun Ra or some such, and that’s a good thing.
Baltimore City Paper (US)

Zart scheppert am Anfang das Schlagzeug, dann beginnt, worauf unsereins schon seit Jahren vergeblich sich sehnt: das Comeback, die Renaissance, die Auferstehung von Hannibal Marvin Peterson. Ungefähr so wundervoll wie das „Ro“ auf der „Live in Antibes“-Platte setzt „If I took your hand“ des skandinavischen Trios – laut Firmenwaschzettel sogar ein Supertrio – Fire! ein. Ostinater Bass, bewegliche Drums, darüber heroisch-ekstatisches Gebläse….. Jetzt aber schnell hinüber ans Baritonsaxofon, fürs letzte, das Titel-Stück: hypnotisch-geometrisch, modal-unsentimental. All diesen hier versammelten, alles andere als homogenen und dabei durch die Bank extrem schlichten Strukturen verhilft der 100.000-Volt-Saxofonist zu Respekt einflößender Eindringlichkeit, die eine/n nicht kalt lässt. Aus ihr lodert das innere Feuer. Andere nannten es: a love supreme.
Freistil (AT)

rnk: Humu, you’re the fire starter, right? Humu: Claro, hombre. I met these kids about five minutes ago, Mats, Johan and Andreas, and you know what: sometimes 4 tracks is more than enough to fall in love with a wicked vision of hypnotic jazz lunacy. In a way, they did really light my yellow ass on fire. rnk: Dude, that was the beans from last night. But anyhow: Keep your eyes peeled for our proper Rune feature in issue #69! Seven: These guys sound like a free-spirited Bohren & Der Club Of Gore… seems as if Mr. Lynch already found the soundtrack for his next movie. An extra point for the best album titel of 2009, by the way. 8.5/10
Lodown (DE)

…Das Titelstück stimmt dann, leicht elektronisch durchgeistert, mit Handclapping, klackendem Drumming und pumpendem Bass und Baritonsax einen The Thing- oder Zu-typischen Headbanger an, leider nur knapp 4 Min. lang. Erst  angefixt, dann kalter Entzug. Grausam.
Bad Alchemy (DE)

Som du kanskje forstår så mener denne anmelder at dette er blitt en aldeles strålende innspilling. All musikken er kollektivt improvisert, og det hele er med mål og mening som bør fanges opp av med et snev av interesse for jazz og moderne rock´n´roll. Så får vi håpe at dette ikke er et prosjektsamarbeid som bare blir med denne innspillingen. Dette er nemlig en samling musikk jeg mer enn gjerne låner øre til på en eller annen festival i framtiden. Nok en innertier fra Gustafsson & Co. Og en plate med den gode svenske som vil bli spilt – mye!
Jazznytt (NO)

Saksofonist Gustafsson nærmar seg mogulstatus i landskapet der det blir utøvd musikk utan grenser, og på albumet med samlivstittelen ”You Liked Me Five Minutes Ago” frontar han trioen Fire!, med Johan Berthling på bass og ymse anna, Andreas Werliin” på trommer. Bassen spelar ei tung rolle i botnen på dette albumet, og etter opningssporet ”If I Took Your Hand” er også vokalisten Mariam Wallentin aktivt med på ”But Some Times I Am”, og dramaet held fram med ”Can I Hold You For A Minute”, før det endar med det insisterande tittelsporet ”You Liked Me Five Minutes Ago”. Om dette kan nyttast terapeutisk, er lydaren sitt ansvar å vurdere. Eit forrykande album er det i alle fall.
Dagsavisen (NO)

Fire! består av en fiffig sammensetning musikere, altså, men hver enkelt musikers kvaliteter speiles i helheten og gjør Fire! til noe unikt. Trommis Werliin med sin beherskede, men overraskende tromming. Gustafsson med sin altomfattende intensitet, Berthling med, vel, alt. Som bandets multimusiker trakterer Berthling, foruten bassen, el-gitar og orgel, og setter sitt tydelige preg på Fire! Fra sin lavmælte, zenaktige bassing til hvinende, feedback-befengt gitarspill til Miles-aktig, snikende orgel. Disse kvalitetene gjør at “You Liked Me Five Minutes Ago” blir noe mer enn en leksjon i kafévennlig jazz-groove. Videre gjør prosuksjonen sitt. “You Liked Me Five Minutes Ago” lyder simpelthen glimrende.
Morgenbladet (NO)

Svenske Mats Gustafsson fronter den jazzen som nekter å stå stille. Det gjør han gjerne ved å krysse stilbarrierer og bry seg fint lite om hvilke merkelapper som måtte bli klistret på musikken. Trioen holder i Coltranehåndtak, og smaksetter med psykedelia. Musikken er åpen og full av nerve. Gustafssons kjøterhissige saksofontone trives åpenbart i ny luftegård. Rytmeseksjonen spiller med tilbakelent kraft og skråblikk mot Sun Ra. 5/6.
Aftenposten (NO)