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Fire! with Oren Ambarchi
In The Mouth - A Hand
Digital
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For their third album Mats Gustafsson, Johan Berthling and Andreas Werliin teamed up with Oren Ambarchi, a true explorer of the guitar, “re-routing the instrument into a zone of alien abstraction where it’s no longer easily identifiable as itself” as The Wire once wrote. As with Jim O’Rourke on the previous album this is not a mere guest appearance, Ambarchi is fully intergrated as a member making this a glorious monster of a record. With their heavy, hypnotic, psychedelic rock’n’jazz explorations they have carved out a monumental and different sound than any of the projects they are normally associated with.

Note: The OOP double vinyl edition included a 23 minute track not available on the CD edition which includes an 8 minute track not on the vinyl edition.

Released 11.05.12

reviews

Naturally, his hook-up with Norwegian outfit Fire! is of a different stripe to either of those releases, being a jazz rock blowout of epic proportions. “In The Mouth – A Hand” is a fierce old mess indeed. Of the session´s four tracks, “And The Stories Will Flood Your Satisfaction (With Terror)” is the killer, building inexorably from dogged rhythmic repetition to drawn-out implotions, maintaining intensity even as it twists itself out of shape. Even with Ambarchi´s sheet-metal skree, Gustafsson om biting form and drummer Andreas Werlin kicking seven shades out of his kit, bassist Johan Berthling emerges as the ensemble´s star player, bobbing and weaving his way through the tracks with a dexterity bordering on the superhuman.
The Wire (UK)

Over four monolithic drone workouts, Ambarchi wrestles furious chord clusters and explosive retches from his strings, at times approaching Keiji Haino at his most insularly demented. Johan Berthling on bass and Andreas Werliin on drums are the perfect rhythm section as foil to Ambarchi, setting up metronomic patterns which underlay his free-forming. Mats Gustafsson is curiously restrained, limiting his ecstatic sax blurting to the first two pieces here, after which he skilfully adds washes of organ and electronics to the densely layered mix. Not for the faint-hearted or sore of head, this is a spectacular volley of jazz-infused rock noise.
Rock-a-Rolla (UK)

Let me wager that this elemental LP from free-rock trio Fire! was recorded at CERN, the world´s largest physics lab, with Australian musician Oren Ambarchi plugging his guitar straight into the Large Hadron Collider. It´s as if he´s  converting a stream of radioactive energy into a gushing mass of distortion and feedback, egged on by biker-gang physicists equipped with superconductors for drums. Out of this deranged experiment a new life-form is born, expelling its first lungful in a hideous retching howl which tears through the speaker cone like an Alien chest-burster. Or perhaps that´s just Nats Gustafsson´s imperious sax. Either way, this is heavier thatn the Higgs Boson, and just as awe-inspiring.
The List (UK)

This album sees Oren Ambarchi joining forces with Norwegian experimental supergroup Fire! on a challenging but rewarding release. The tracks are long and there´s a wall of shifting noise as Ambarchi´s splinters of guitar and electronics repel and meld with Mats Gustafsson´s trademark bursts of muscular, shrieking saxophone. However, the stars of the show are the rhythm section, particularly when drummer Andreas Werliin locks into Krautrock groove, which in turn are probed and pressured by Johan Berthling´s fluid bass lines. An intense and occasionally transcending piece of work. 4/5.
Narc (UK)

Laut muss man das hören, idealerweise sehr laut. Der Schwede Mats Gustafsson geht konsequent und immer schlüssiger seinen Weg, auf dem er Free Jazz mit Punk und Industrial fusioniert und so seinen kraftvoll berserkernden Saxofonexplosionen das Hermetische nimmt. Anders als bei seinem parallel geführten Trio The Thing dominieren bei fire! Insistierend repetitive Muster von Drums und E-Bass über die er mit Fender Rhodes, Orgel und Liveelektronik hypnotisch psychedelische Drones legt als satte Klangflächen. Ein weiteres Mal hat er sich zur Geschmacksverstärkung einen Vierten eingeladen: den Australier Oren Ambarchi, der in solchem Kontext nachdrücklich beweist, dass aktuell nicht nur der Norweger Stian Westerhus die Gitarre neu definiert.
Leipziger Volkszeitung (DE)

Mats Gustafsson gefällt es, seine Trios mit einem vierten Mann zu akzentuieren: The AALY Trio w/K. Vandermark, The Thing w/Joe McPhee …K. Vandermark …Otomo Yoshihide …Jim O’Rourke …Barry Guy. Auch Fire!, der Verbund mit Johan Berthling am E-Bass und Andreas Werlin an den Drums, bekam schon durch O’Rourke ein eigenes Gepräge. Und nun bringt Ambarchi mit seiner Gitarre neue Nuancen in die feurigen Klangstürme, die Gustafsson neben dem Tenorsax auch noch mit Fender Rhodes und Orgel anheizt. Der Titel erinnert an die Szene in Lynchs Wild at Heart, wo sich ein Hund die abgerissene Hand eines Verletzten schnappt. Kapitel wie ‘and the stories will flood your satisfaction (with terror)’ und ‘i am sucking for a bruise’ unterstreichen die Hard-boiled-Attitüde, mit der die Vier zu Werke gehn. Ambarchis Toughness steht seit den Zeiten mit Sunn O))) außer Zweifel. Die braucht es aber auch, um nicht umgeblasen zu werden, wenn Gustafsson Feuer spuckt. Der Gänsehaut machende große wilde TON ist aber nicht das einzige Eisen im Fire!-Feuer. Der zweite 20-Minüter hält sich durch geduldige Repetitionen lange zurück, bevor das Tenorsax zu heulen beginnt und auch das ganz im Hintergrund, wie verdrängt und unterdrückt, während im Vordergrund gnadenlose Wiederholung und Stagnation herrschen. Gustafssons Schreien, das in Gesang ausbricht und doch Schreien bleibt, wirkt durch Soundschichten halb erstickt. Ein knurriger Halteton lastet minutenlang auf der Szene und lässt sich auch durch wildes Bassgefinger und Drumming nicht vertreiben. Erst erneut aufflackerndes Heulen und schillernde Orgelbreitseiten verschieben das Gewicht, tauchen Alles in leuchtende Intensität, in brodelnde Magma, deren Fluss nur allmählich ausdünnt und erstarrt. Für den dritten 20-Minüter geben Bass und Beckentickling ein hohes Tempo vor, die Orgel hält sich träumerisch zurück, die Gitarre lange Zeit ganz bedeckt, bevor sie als helles Jaulen den Orgelsound säumt, sich allmählich flackernd mit ihm mischt. Der Groove bleibt derweil leichtfüßig mobil, als wäre der Sound, der da geschleppt wird, keine Last, sondern Beute, die schnellstens weggeschafft werden soll. Der finale Knutschfleck, selber gesaugt, ist nur noch ein träges, elektronisch umsponnenes Verhallen von Bassgeknurr, bei dem Werlin die letzten zwei Akzente setzt. Das Saxophon ist dann schon seit einer halben Stunde verstummt.
Bad Alchemy (DE)

Nachdem auf dem vorherigen Album des Impro-Experimental-Psychjazznoise-whatever-Trios Jim O‘Rourke eingespannt wurde, haben sich die drei für dieses Werk den einst am Schlagzeug gestarteten, Free Jazz-erprobten Experimental-gitarristen Oren Ambarchi ins Studio geholt – Merzbow, John Zorn, Sunn o))), ja, auch O‘Rourke sind nur wenige der zahlreichen Kollaborationspartner, mit denen der Freigeist gelärmt hat. Während Johan Berthling abgedrehte Basslinien in die Erde schraubt, Andreas Werliin manchmal fast Roy Ayers-artig wilde Drumpatterns durch die Gegend peitscht und Mats Gustafsson Elektro-, Fender Rhodes-, Orgel- und Saxophon-Irrsinnigkeiten erschallen lässt, legt Ambarchi mit seiner Gitarre eigenwillige, krachige, experimentelle Soundteppiche unter die lose strukturierten vier Songs, von denen drei um die zwanzig Minuten Spielzeit aufweisen. Oftmals erkennt man nur mit viel Phantasie das Ausgangs-instrument, und gerade hierin liegt der Reiz des Ganzen: ‚Was zum Henker treiben die da eigentlich?‘ – Spannend bleibt die Scheibe zudem auch deshalb, weil stets der akustische Exzess lauert und dem Hörer Stirnrunzeln und Grinsen ins Gesicht meißelt, sodas man beinahe an einem Jack Nicholson Lookalike-Contest teilnehmen könnte, wenn man regelmäßig Fire!werke auflegt. Oh. Wie passend: Ein kreatives Fire!werk. Die CD- und die LP-Version unterscheiden sich übrigens hinsichtlich des vierten Songs voneinander. Auf der (mir vorliegenden) CD ist der Song‚ I Am Sucking For A Bruise‘ enthalten, auf der LP hingegen‚ Possibly She Was One, Or Had Been One Before‘.
Noisy-Neighbours (DE)

Leise erwacht die Musik, schwillt an, wird ein Strom aus wüsten Saxkaskaden, Bassgeraune, aufsteigenden Gitarrenflächen und Schlagzeugarchitekturen. Der Kern von Fire! ist ein schwedisches Trio um den energetischen Saxofon-Wildbolz Mats Gustaffson mit dem Powerbassisten Johan Berthling (Tape) und dem Youngster Andreas Werliin (Wildbirds & Peacedrums). Nach dem letztjährigen Album mit Jim O´Rourke sind Fire! bereits wieder am Brennen, diesmal mit dem Gitarristen Oren Ambarchi. Vier lange Stücke, davon die zwei letzten von einer vergleichsweise ruhigen Aura, lassen die Assoziationen schwelen. Es herrscht ein dunkler Puls in diesem Soundsog, der eine psychedelische Noise-Note entwickelt, hypnotisch einhakt und mit den sirrenden Abstraktionen von Ambarchis Gitarrentechniken fremde Soundlandschaften entdeckt. Gustaffson bläst sich die Seele aus dem Horn und bleibt stets klar erkennbar, während die anderen Instrumente oft in eine Klangmolasse eingehen, die sich mit Furor weiter schiebt und selbst in den weit schweifenden und lauten Soundwällen noch Dynamiken zündet. Aber das Ohr kann sich zunehmend in den Sound hineinöffnen und immer mehr Feinheiten wahrnehmen. Terror und Zerstörung liegen in der Luft, aber auch eine Erhabenheit, die nichts mit der Lust am Untergang zu tun hat, sondern vielmehr ein Brennglas ist, das bündelt, was an Emotionen noch übrig geblieben ist. Geballte Pracht. 4/5.
JazzNMore (DE)

Die Zartheit ihrer Landsleute von Ballrog geht den Berserkern von Fire! um Saxofonist Mats Gustafssonab. Die psychedelischen Jazzrocker mit Freejazz-Einschlag haben sich dieses Mal den Gitarristen Oren Ambarchi als Verstärkung geholt. Der Australier hat schon mit John Zorn, Sunn 0))), Jim O’Rourke, Merzbow oder Evan Parker gespielt – da geht in Sachen Krach also einiges. Schließlich heißt das Album auch „In the Mouth – a Hand“. Das ist doch eine recht anschauliche Umschreibung für “Voll in die Fresse”.
Choices (DE)

Nicht nur für sein Kraftkammerjazztrio The Thing lädt Mats Gustafsson gern sich illustre Gäste ein, Otomo Yoshihide etwa oder Jim O’Rourke oder – siehe weiter unten – Neneh Cherry. Auch sein Fire!-Dreier begrüßt hiermit einen geladenen Musikanten, nämlich keinen geringeren als jenen Oren Ambarchi, der schon einmal für Keiji Haino (und O’Rourke) die Trommeln drischt, solo Elektrolysen betreibt und hier an den Saiten der Guitarre zupft und zerrt und sie durch Effektgeräte katapultiert. Die Coltrane’sche Kunstform der hymnischen Ekstase kultiviert das erweiterte Ensemble auf dem ersten Stück seiner zweiten Platte, „A man who might have been screaming“. Ein sprechender Titel, für den sich Gustafsson, wie für die anderen auch, vom Literaten Robert Creeley die nötigen Inspirationen besorgte. Track #2, „And the stories will flood your satisfaction“, drängt an Fender Rhodes, Bass und Drums unwiderstehlich nach vorne, Tenorsax und Gitarre stimmen lauthals ein, ein freundliches Gemetzel kann gut vorbereitet stattfinden. Das dritte Stück, „He wants to sleep in a dream“, zeigt – wie in sämtlichen hier versammelten Stücken – den Bassisten Johan Berthling als versierten Antreiber hinter den Kulissen, während vorne Electronics und flächig angelegte Stromrudersounds den Ton angeben. Nummer vier variiert zwischen den Tonträgerinnen, je nachdem, für welche man sich entschieden hat. So entzieht sich „Possibly she was one, or had been one before“ als Bezieher einer (Promo-)CD meiner Kenntnis, dafür entgeht den Plattenspielerinnen „I am sucking for a bruise“. Erstmals ohne die Zuschaltung einer Antriebswelle beschwören Gustafsson, Berthling, Werliin & Ambarchi parapsychedelische Sphären herauf. Spooky, aber um nichts weniger intensiv als die kraftstrotzenden Nummern davor. Diese zweite Fire!-Platte brodelt geradezu vor instrumentalem und energetischem Reichtum, und lebt doch, nimmt man ihren Titel für bare Münze, von der Hand in den Mund. Und sie lebt prächtig!
Freistil (AT)

Det er en brutal kamp om frekvensene vi får høre, og mens fuzzeffektene spruter, overtonene hyler og cymbalene vasker over lydkolossen, skrur jeg ubegripelig nok volumet videre opp for å høre mer, mer, mer! Det er en fascinerende grøt av kontrollert, improvisert kaos, som med sin enkle, nærmest selvfølgelig formoppbygninger både er paralyserende og engasjerende på samme tid. Saksofonen og gitaren jages på vill flukt av trommer og bass i en paranormal dronepsykedelia, vi får tre spor på mellom 18 og 23 minutter, før det hele ender i et nærmest apokalyptisk kjølvann, hvor lydstillasene elegant kolliderer med hverandre i sakte film. “In The Mouth – A Hand” er et eksempel på nok en vellykket koalisjon for Fire!-trioen – som ser ut til å ha funnet en suksess-oppskrift i å vinne inspirasjon og energi fra gode samarbeids-partnere. 5/6.
Bergens Tidende (NO)

Det ber sitt namn med rette, bandet som heiter Fire! og kan setje kva forsamling som helst i brann med den rå krafta i musikken. Mats Gustafsson vann i fjor Nordisk Råds Musikkpris og er både saksofonist, råkøyrar med live elektronika, og spelar fender rhodes, John Bertlinger er handfast bassist, Andreas Werlin på trommer, og på det tredje albumet etter «Unreleased» og «You Liked Me Five Minutes Ago» har dei gitaristen Oren Ambarchi med på «In The Mouth – A Hand». Han er av australsk opphav med ei sterk merittliste. Titlane på dei fire spora kan du også lese som vers, «A Man Who Might Have Been Screaming/ And The Stories Will Flood Your Satisfaction/ He Wants To Sleep A Dream/ A Am Sucking For A Bruise». Det er dei fire linene på cd-versjonen, «Possibly She Was One, Or Had Been Before» er nytt fjerde spor på vinylen, og det er full gass heile vegen. Fire!
Dagsavisen (NO)